Archiv der Kategorie 'Demos'

Ein bisschen viel gerade.

Ich habe gesehen. Habe die Freiheit gesehen. Mich eine Woche wohl gefühlt. Kurt Löwenstein. Behütet. Rückzugsraum. Dass ich richtig bin. Es ist möglich. Nicht nach meinen Fehlern suchen muss. Ist möglich in meinen Zusammenhängen. Wir können international gemeinsam kämpfen. Für eine bessere Welt. Zu viel Theorie. Für eine freie und queere Ordnung. Keine praktische Bedeutung. Du hast mich im Stich gelassen. Du sollst dich anders verhalten. Du bist nicht queer genug. Trägst keine Schuld. Will dich nicht mehr sehen. Du bist zu queer. Nicht trans genug. Nicht trans genug um trans zu sein. Es doch. Das ist nur Wohlfühlkram. Mir zu theoretisch. Du sollst das nicht tun. Eine Frau und ein Hurensohn. Du kleidest dich so unkonventionell. Du hast mich im Stich gelassen. In meiner Religion existierst du gar nicht. Berlin. Du bist es doch. Danke für den Glitzer. Fürs Kümmern. Will dich nicht mehr sehen. Gut, dass du da bist. Da draußen war er nicht. Bei uns war ein Safe-space. Dortmund. Aber was sollen wir denn sonst noch tun. Sie haben mehr Dezibel als ich. Hast denen ein tolles Erlebnis genommen. Undemokratisch. Zum Nachdenken gebracht. Kein Essen heute Abend. Cuddles. Wo bist. Genug Alkohol für heute. Mit Freiheit umgehen. Zum Nachdenken gebracht. Hab da sofort eingegriffen. Feiern sich ab. Singen, sie erstechen ein paar Transpersonen. Peace statt Mittelfinger. Singen von Ko-Tropfen im Wein. Drei Finger statt zwei. Singen antisemitisch. Bonbons. Ergibt keinen Sinn. Hätte ich das vorher gewusst. Warum eingeladen. Ich selbst war nicht klar. Nicht klar für Ausladen. Wer ist das denn? Von nichts gewusst. Denen ein tolles Erlebnis genommen. Von nichts ‘ne Ahnung. Mehr Dezibel als wir. Da flogen Flaschen unbemerkt. Ich habe die Freiheit gesehen. Ist möglich in unseren Zusammenhängen. Für eine freie und queere Ordnung. Alles ins Chaos. Telefonieren. Jetzt guten Überblick. Gewissensentscheidung. Danke für deine Solidarität. Das ist mir zu theoretisch. Warum hörst du mich erst. Hätte ich das gewusst. Hörst mich erst, wenn ich auf einem Tisch stehe. Hätte ich das gewusst. Ich war nicht für Ausladen. Ich habe gesehen. Habe die Enge gesehen. Nicht möglich in meinen Zusammenhängen. Bei uns war es gut. Immer was los. Alle wohlgefühlt. Das ist nur Wohlfühlkram. In meiner Religion existierst du nicht. Du kleidest dich so unkonventionell. Ich habe das auch erlebt. Sowas macht man nicht. Du hättest nicht rennen sollen. Was hätte passieren können. Ich hatte Angst. Ich habe heute doch keine Zeit. Ich habe Nein gesagt. Konsens. Ich habe wieder Ja gesagt. Konsens. Inkonsequent zu mir. Es ist möglich hier bei uns. Habe die Freiheit gesehen.

Demo: „Ahmadinejad – wir haben dich zum Kotzen satt“

In Berlin-Kreuzberg demonstrierten am Abend des 29. 28. Novembers 2012 etwa 150 Menschen gegen das iranische Regime.
Sie fand spontan statt, weil am Nachmittag elf Menschen in der iranischen Botschaft in Gewahrsam genommen wurden. Mehrere Menschen waren zuvor aus Protest gegen die zahllosen Morde und Folterungen des reaktionären Ayatollahregimes im Iran auf das Berliner Botschaftsgelände eingedrungen. Dabei wurde das Botschaftsgebäude mit Farbe angemalt, die Iranflagge heruntergeholt und eine neue gehisst (welche ist mir unbekannt). Außerdem seien Securitys zu Fall gebracht worden und der Botschaftszaun beschädigt worden, hieß es. Alles in allem eine ziemlich fette Aktion also.
Die Spontandemonstration führte vom Halleschen Tor zur Gefangenensammelstelle am Platz der Luftbrücke. Dabei wurden Parolen gerufen wie „Gebt die Leute frei“, „Ahmadinejad, wir haben dich zum Kotzen satt“ und „Bleiberecht überall“. Die Demo begann gegen 20:45 Uhr, nachdem die Polizei den Beginn zunächst verzögert hatte und fand unter starker Polizeibegleitung statt. Sie endete gegen 21:20 Uhr mit einer Kundgebung vor der Gefangensammelstelle. Die Polizei filmte die Demonstration teilweise, was grundsätzlich nicht erlaubt ist.
Gegen 21:40 kam es zu kleineren Rangeleien seitens der Polizei mit einigen Demonstrierenden. Die Abschlusskundgebung dauerte gegen 21:45 Uhr noch an und war geplant, bis alle Genoss_innen aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden sind.

Springer lügt wie gepostet (3)

Der Springerkonzern macht weiter mobil gegen die linke Szene. Am 31. Januar 2011 war einige Stunden folgendes Bild online:

Foto: Das Foto zeigt einen ägyptischen Panzer in den Straßen von Kairo

Das Foto zeigt einen ägyptischen Panzer, der gegen Demonstrant_innen in einer ägyptischen Stadt eingesetzt wird. Ganz bestimmt hatte dies nichts mit der Räumung der Liebigstraße 14 in Berlin zu tun…

Die Berliner Morgenpost hat den Fehler bereits korrigiert und ein anderes Bild eingestellt.

Text: Creative Commons by-nc-sa 3.0
Foto: morgenpost.de
thx@D. für den Hinweis!

Springer lügt wie gepostet (2)

Die Berliner Morgenpost hat das falsch zugeordnete Foto gelöscht. Gnurpsnewoel. hatte gestern darauf hingewiesen, dass ein Demonstrationsfoto zu einer falschen Demo zugeordnet war. Außerdem trug das Foto eine fehlerhafte Bildunterschrift.

Ein weiteres Foto, das dem Artikel „Liebigstr.: Steine und Flaschen – 40 Polizisten verletzt“ auf www.morgenpost.de zugeordnet wurde, ist ebenfalls falsch. Foto: Das Foto zeigt die Demonstration gegen Polizeigewalt am 28. Januar, beginnend am Rosenthaler Platz.Das ebenfalls von Fotograf_in Glanze stammende Bild gehört den Transparenten zufolge ebenfalls zu einer anderen Demo. Das Bild „… 650 Polizisten gegenüber“ (Fotostrecke, Nr. 4/10) zeigt ein Stangentransparent, das sich ebenfalls auf den Polizeikongress bezieht. Außerdem zeigt das Bild das „Lichthaus“ in der Rosenthaler Straße. Das Foto wurde jedoch der Demonstration für die Liebigstraße zugeordnet.

Text: Creative Commons by-nc-sa 3.0
Foto: Glanze
thx@D. für den Hinweis!