Emma-Fail: Alice Schwarzer trans*feindlich

Was tun Menschen, die um Rat gebeten werden und keine Ahnung haben? Richtig, sie geben das zu. Oder sie verweisen an eine Person oder Stelle, die das kann. Alice Schwarzer hat einen anderen Weg genommen.
Schwarzer wurde in ihrer Kolumne Ask Alice in der Emma von einer Heimerzieherin, Bengta, gefragt, wie diese mit einem Trans*Jungen umgehen solle. Schwarzer hat daraufhin in den Ratgeber Trans*feindliche Sprache leicht gemacht geschaut. Den hat sie fast komplett abgeschrieben, den Text geschüttelt und das dann in der Emma veröffentlicht. Hier eine Kostprobe der Schwarzer’schen Tirade:

„in der falschen Haut“, „biologischer Frauen“, „umoperieren“, „Geschlechterrolle wechselt“, “ Wahl zu haben“, „seelischer Konflikt“, „Körper verstümmeln“, „fragliche Mädchen“, „Ausbruch aus der Rolle“, „rate ich ganz dringend von der Einnahme von Hormonen oder gar operativen Eingriffe ab“, „Garçonne“, „Schubladendenken“

Trans*Feindlichkeit tritt in „verbaler Aggression, Infragestellung oder Aberkennung der Geschlechtsidentität, (…) Pathologisierung, (…) sprachlicher Unsichtbarmachung, (…) Exotisierung“ auf, definiert die Menschenrechtsorganisation TransInterQueer aus Berlin. Schwarzer erfüllt das alles. Da tut einem der Junge in Bengtas Heim Leid.
Es bleibt deswegen zu wünschen, dass die Heimerzieherin Bengta noch eine andere Quelle hat, als die Emma. Vielleicht geht sie ja mit dem Jungen aus ihrem Heim mal in eine Beratungseinrichtung, die auf Trans* spezialisiert ist. Informationen finden sich zum Beispiel auf dem Portal meingeschlecht.de. Dort gibt es dann auch eine passende Beratung, nicht wie bei Schwarzer.


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