Archiv für Dezember 2012

Bester Song des Jahres 2012

gnurpsnewoel kührt ihr Lied des Jahres: Es ist…

„Punk Prayer“ («панк-молебен»)
von „Pussy Riot“ («Пусси Райот»)

Wegen dieses melodischen und inhaltlich überzeugenden Punk-Songs sitzen zwei der Musikerinnen nun im Arbeitslager in Sibirien. Solidarität kann auf freepussyriot.com geleistet werden.

Text: gemeinfrei als Creative Commons CC0 1.0 Universal

Immer wieder Schönleinstraße – voll transphob!

Immer wieder U-Bahnhof Schönleinstraße.

19. August 2012
Gegen 04:05 Uhr morgens wird am U-Bahnhof Schönleinstraße (Kreuzberger Seite) ein 23-jähriger Mensch transphob beleidigt. Am U-Bahnhof Schönleinstraße steigen alle drei gegen 04:10 Uhr morgens aus, die junge Frau ruft dem Menschen dort hinterher: „Transe“, „Du hättest gleich Highheels anziehen sollen“ und weitere Beleidigungen. Der Mensch entkommt unversehrt. Zuvor hatte es bereits transphobe Beleidigungen und Pöbeleien am U-Bahnhof Hermannstraße (U8) und in der fahrenden U-Bahn gegeben.

5. Oktober 2012
In der Nacht wurden zwei Männer in Kreuzberg in der U-Bahn homophob beleidigt und geschlagen. Die beiden hatten sich gegen 23 Uhr 35 im Zug der Linie 8 im U-Bahnhof Kottbusser Tor mit einem Kuss begrüßt und wurden daraufhin von zwei Unbekannten angesprochen und beleidigt. Als die 24 und 25 Jahre alten Männer den Zug am U-Bahnhof Schönleinstraße verlassen hatten, folgten ihnen die Unbekannten, schubsten sie und schlugen noch auf dem Bahnsteig unvermittelt auf sie ein. Danach flüchteten die Angreifer unerkannt in Richtung Böckhstraße. Beide Verletzten haben sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. Das Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen. (Register Friedrichshain, Reachout Berlin)

8. Dezember 2012
Am U-Bahnhof Schönleinstraße wird abends gegen 21:45 Uhr ein 24-Jähriger Mensch transphob beleidigt. Ein Mann, zwischen Mitte 30 und Mitte 40, kommt auf sie_ihn zu und fragt sie_ihn zunächst, ob sie_er eine Wette verloren hätte wegen der Kleidung. Der Mensch antwortet, eine Wette sei dazu ja nicht nötig, worauf der Mann sagt, er fände diesen Kleidungsstil einfach nur „pervers“ und „diese Bilder gehen mir nicht aus dem Kopf“, die der Mensch verbreite. Weitere Fahrgäste bekommen das Ereignis mit, greifen aber nicht ein.

Die U8 scheint also insgesamt eine Linie zu sein, in der die Trans*- (und vermutlich auch Homo-)phobie präsent ist. Möglicherwiese liegt es daran, dass dort recht viele LGBTTQA*s unterwegs sind. Aber:
es ist verdammt zum Kotzen, Speien, Würgen!