Naziwebsites hacked

Sehr interessant: Auf dem Chaos Comunication Congress wurde soeben die Thor-Steinar-Datenbank gehackt. Bereits in den letzten Tagen wurde die Neonazi-Partnerbörse MA-Flirt gehackt und zum Download bereitgestellt. Bei Indy gibt es über 500 Emailadressen von Forumsnutzer_innnen zu sehen. Spannend ist auch die Liste der 10 Top-Nazi-Passwörter. Darüber berichtet auch der Störungsmelder. Beide gehackten Datenbanken können als Torrentfile heruntergeladen werden. [Ergänzung: Redok analysiert auch die geografische Verteilung der Thor-Steinar-Kund_innen wie in der Grafik dargestellt.]

Weitere schöne Hacks gibt es hier: http://events.ccc.de/congress/2009/wiki/Hacked. Darunter fallen die Passworthashs der NPD-Fraktion Sachsen undAuszüge vom forum.deutsche-armee.com.

Kommentar: Beim Störungsmelder und bei Indymedia wurde in den Comments Kritik laut. Denn selbstverständlich haben auch Nazis eine Privatsphäre. Allerdings muss ich für mich feststellen, dass ich mich trotzdem freue: Der Kampf gegen Nazis darf nämlich nicht nur auf der Straße stattfinden, sondern muss auch online geführt werden. Und natürlich gibt es online ebenso viele Möglichkeiten wie offline, wo Demonstrationen, Blockaden, Informationsveranstaltungen und eben auch Nazioutings einander ergänzen. Dies darf im Internet nicht anders sein. Und deswegen sind Blogs und Nachrichtendienste wie redok, Indymedia oder eben der Störungsmelder unverzichtbar. Der Kampf der Online-Antifa, die sich auf die Information und das Ausgrenzen von Nazis in der Gamingscene verschrieben haben, ist es aber auch. Auch das Hacken von Neonaziseiten finde ich richtig, zum Beispiel, indem auf der NPD-Startseite das Headerbild durch ein anderes ersetzt wird (z.B. ein Affe o.ä.) oder die Seiten einfach vom Netz genommen werden. Je empfindlicher Nazistrukturen beschädigt werden, desto besser! Daher ist auch das Hacken von Forumsdaten (juridisch, nicht juristisch) meinem Empfinden nach in Ordnung. Denn wie auch bei SchülerVz oder haefft.de ist es die Aufgabe der Betreiber_innen ihre Daten zu schützen, nicht die Aufgabe des Chaos Comunication Congresses.

Daher von meiner Seite aus:
Hut ab & thx@26c3!

Lesetipp: Kommentar von Nora Winter auf Mut gegen Rechte Gewalt

Text: Creative Commons by-nc-sa 3.0; Grafik: Anonym, 26C3 Public Wiki


3 Antworten auf „Naziwebsites hacked“


  1. 1 Gerd 30. Dezember 2009 um 23:09 Uhr

    Ist das selbe Schemata wie bei den Nazis. Solang das Feindbild stimmt, kommt man durch jede Krise.

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