Verbreitet ipahb.de Malware?

Wer in den letzten Tagen die Website der Interessensgemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (IPAHB) ansurfen will, hat derzeit kein leichtes Spiel. Die IPAHB war aus dem Moscheekonflikt in Berlin-Heinersdorf hervorgangen und gegen die Moschee gehetzt.

Der Suchdienst Google scheint das erkannt zu haben. Seit dem 07. September 2009 erhalten Googlende eine Warnung:

Diese Website kann Ihren Computer beschädigen.

Klickt mensch die trotdem auf den Link, warnt Google erneut:

Warnung- ein Besuch dieser Website kann Ihren Computer beschädigen!

Gründe dafür gibt es genug. Google erläutert auf einer Diagnoseseite:

Ein Bestandteil dieser Website wurde in den letzten 90 Tagen 3 mal aufgrund verdächtiger Aktivitäten auf die Liste gesetzt.

Bei 20 Seite(n) von insgesamt 98 Seiten dieser Website, die wir in den letzten 90 Tagen getestet haben, wurde festgestellt, dass Malware (Schadsoftware) ohne Einwilligung des Nutzers heruntergeladen und installiert wurde. Der letzte Besuch von Google auf dieser Website war am 2009-09-07 und verdächtiger Content wurde auf dieser Website zuletzt am 2009-09-06 gefunden.
Malicious software includes 6 trojan(s).

This site was hosted on 1 network(s) including AS24940 (HETZNER).

Selbst Schuld soll die IPAHB jedoch nicht sein:

Nein, diese Website hat in den letzten 90 Tagen keine Malware gehostet.

Gelegentlich wird von Dritten bösartiger Code in legitime Websites eingefügt.

Trotzdem gelangen User_innen von Internet Explorer, Opera oder Mozilla SeaMonkey auf die Website, wenn sie die URL direkt eingeben. Sicheren Schutz bietet derzeit nur der Mozilla Firefox, der die Website am gleichen Tag wie Google gleich komplett sperrte:

Die IPAHB will sich nun wehren:

Wir versichern Ihnen das dieser absurde Vorwurf jeglicher Grundlage entbehrt und Bestandteil einer gegen den ipahb e.V. geführten Hetzkampagne zu sein scheint.

Der Beweis für die IPAHB ist einfach:

Beweis für die Haltlosigkeit dieser Vorwürfe ist der Umstand, dass alle Besucher die mit dem Internetexplorer, mit OPERA oder mit SeaMonkey surfen diese Mitteilung nicht erhalten und ohne jegliche Beanstandungen unser Informationsangebot nutzen können.

Deshalb habe sich die antimuslimische Interessensgemeinschaft längst bei Google und Mozilla beschwert.

Vermutlich stecken sowieso die zahlreichen Menschen mit muslimisch klingenden Namen weltoffnenen Gemüts bei Google und Mozilla dahinter, die der IPAHB mal eins auswischen wollten.

Vielen Dank an die Online-Antifa ;-)

Update (13. September 2009): ipahb.de ist wieder über Google und Firefox zu erreichen.

Text: Creative Commons by-nc-sa 3.0 (de) und auf Nachfrage.


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